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Browsergames mit Kindern und KI erstellen

Ein kleines Spiel-Projekt mit Kindern, KI und ganz viel Spaß am Ausprobieren.


Hand aufs Herz: Kinder spielen gerne am Computer, Tablet oder an der Konsole. Das ist bei uns nicht anders. Und natürlich ist es keine gute Idee, ein Kind einfach ungefiltert vor eine Chatmaschine zu setzen und dann zu schauen, was passiert.

Aber gemeinsam kann daraus etwas richtig Spannendes werden.

Justus hatte Lust, ein eigenes Browsergame zu bauen. Kein großes Studio-Projekt, kein perfektes fertiges Spiel, sondern einfach eine Idee: ein Ritterspiel mit Schwert, Schild, Pferd, Katapulten und Gegnerwellen. Also haben wir ausprobiert, wie weit man kommt, wenn ein Kind seine Ideen beschreibt und ChatGPT daraus Schritt für Schritt ein Spiel macht.


"Katapult & Klinge"
"Katapult & Klinge"

Das Spannende daran war nicht nur das Ergebnis. Das Spannende war der Weg dahin.

Denn ein Spiel entsteht nicht mit einem einzigen Satz wie: „Mach mir ein cooles Spiel.“ Man muss erklären, was passieren soll. Wie sich die Figur bewegen soll. Was die Gegner tun. Wann ein Pferd auftaucht. Warum ein Knopf nicht funktioniert. Warum links plötzlich rechts ist. Und dann muss man wieder nachbessern.

Genau dabei lernt man eine Menge.


Man lernt, genauer zu beschreiben, was man haben möchte. Man merkt, dass Computer sehr wörtlich sind. Und man erlebt, dass ein Projekt nicht sofort fertig ist, sondern durch viele kleine Schritte besser wird.


Bei uns wurde daraus „Katapult & Klinge“, ein kleines 3D-Mittelalter-Browserspiel. Justus hat den ursprünglichen Prototypen nur im Chat mit ChatGPT erstellt. Später habe ich den Prototypen noch etwas aus Programmierersicht aufgeräumt: Dateien sortiert, Code besser strukturiert, Deutsch und Englisch eingebaut und Screenshots ergänzt. Das Spiel selbst ist aber immer noch seine Idee.

Und genau das finde ich schön: KI ersetzt hier nicht die Kreativität des Kindes. Sie macht sie sichtbar.


Früher hätte man bei vielen Ideen vielleicht gesagt: „Das ist zu kompliziert.“ Heute kann man gemeinsam ausprobieren, was passiert. Manchmal funktioniert etwas sofort. Manchmal ist alles kaputt. Manchmal muss man dreimal erklären, was eigentlich gemeint war. Aber gerade das ist ein guter Teil des Lernens.


Natürlich gehört ein Erwachsener dazu. Nicht nur wegen der Inhalte, sondern auch, um einzuordnen, zu bremsen, zu helfen und gemeinsam zu überlegen: Ist das sinnvoll? Ist das sicher? Versteht das Kind, was gerade passiert?


Für uns war es eine schöne Papa-Kind-Zeit am Computer. Nur dass diesmal nicht Pappe, Klebeband und Heißkleber im Mittelpunkt standen, sondern Prompts, Code und sehr viele Ritter.


Spielen könnt ihr das Spiel hier: https://jumavegames.itch.io/catapult-and-blade


Für die Techies unter euch: hier findet ihr das Projekt auf GitHub: https://github.com/marceld23/Catapult-Blade

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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